Werder/Havel – traumhaft schön

Deutschlandreise24

Heute geht es ins Havelland, genauer gesagt nach Werder an der Havel mit dem Beinamen Blütenstadt. Die Kleinstadt in der Nähe von Potsdam ist verkehrstechnisch ideal gelegen und auch per Bahn oder Fahrrad leicht zu erreichen. Wir haben uns für die Zugfahrt von Potsdam entschieden und sind nach 8 Minuten Fahrt schon in der Werder. Der alte Bahnhof lässt zwar noch viel vom Glanz vergangener Zeiten erahnen, doch eine umfassende Sanierung und ein Nutzungskonzept würden dem Gebäude gut tun. Mit dem Bus geht es weiter in die Innenstadt, die wir bei herrlichem Sonnenschein erreichen.

Inselstadt Werder an der Havel

Jetzt wissen wir, dass wir nicht nur Urlaub haben, wir sind auch im Urlaub. Die Atmosphäre ist entspannt – die Boote, die Touristen, die Inselstadt, all das ist Urlaub. Über die kleine Brücke gehen wir rüber auf die Insel und starten links abgehend die Inselrundweg. Entlang der Föhse, so heißt dieser Zweig der Havel, spazieren wir direkt am Wasser entlang, an der Heiliggeist Kirche und am Sportplatz des Werderaner FC Victoria vorbei, durch eine Kleingartensiedlung bis hin zum Ruderclub. Wir beobachten die Wassersportler eine Weile, schauen den vorbeisegelnden Booten hinterher, winken Paddlern zu und geniessen das ganze Flair am Wasser.

Langsam gehen wir weiter, an alten Fischerhäusern vorbei, deren einfach ausgebaute Sommerlauben in den Abendstunden zum Entspannen einladen, an kleinen Cafe´s und Künstlerläden. Hier lässt es sich leben denken wir, ein traumhaft schöner Fleck. Am Hotel "Prinz Heinrich" kommt uns eine Schar Touristen entgegen, die gerade vom Ausflugsschiff  den Weg auf die Insel suchen. Die Idee, mit einem der Schiffe von Potsdam nach Werder zu gelangen kommt uns leider erst hier, aber wir haben ja noch die Rücktour. Der Inselweg biegt rechts ab, doch wir sehen von weitem schon ein Restaurant mit vielen Utensilien aus der Fischerei und unser Interesse ist geweckt.

Das Fischrestaurant Arielle

Das Fischrestaurant Arielle ist nicht nur sehr schön gelegen, sondern das ganze Ambiente lädt uns ein. Wir setzen uns direkt an die Havel und geniessen die entspannte Atmosphäre. Neben uns plätschern heimische Fische in speziellen Behältern – und wissen noch nichts von ihrem nahen Ende. Das Essen ist lecker und ein echter Geheimtipp von uns. Die vielen Besucher haben genug Platz, sodass die Lokalität nicht überfüllt ist und man sich wohl fühlt. Nach unserer Stärkung verlassen wir das Restaurant – oder auch nicht. Der Weg hinaus ist gesäumt von geräucherten Fischen, von Kräutern und Blumen und es gibt eine Menge zu sehen.

Windmühle in Werder

Durch kleine Gässchen geht es weiter, vorbei am alten Rathaus und an der im Backstein-Stil erbauten Kirche Maria-Meeresstern kommen wir zur alten Windmühle, die ihren ursprünglichen Standort jedoch in Sachsen-Anhalt hatte. Hier oben, wir befinden uns auf einem kleinen Hügel, haben wir einen guten Blick auf die Insel und Umgebung. Zurück geht es über den Marktplatz, der sich schick herausgeputzt hat und im Sommer für Konzerte und Theateraufführungen genutzt wird. Auch das bekannte Baumblütenfest hat hier sein Zentrum, wenn Ende April für eine Woche Ausnahmezustand in Werder herrscht und hundertausende aus Nah und Fern die Stadt stürmen.

Der Marktplatz von Werder

Im Gespräch mit Einheimischen erfahren wir, dass es in der Umgebung noch viel mehr zu entdecken gäbe. Viele Seen drumherum, Weinberge, der Havelradweg oder das Lilienthal-Denkmal, Schloß Golm auf der anderen Havelseite oder Petzow mit seinen Parkanlagen und nicht zu veregssen die vielen Obstpantagen in der Umgebung, die der Stadt ihren Beinamen gegeben haben und Werder zu einem Zentrum des Obstanbau´s gemacht haben – wir müssen später noch einmal die Havelstadt besuchen. Wir treten den Rückweg an und entscheiden uns für das Schiff. Gerade im Sommer fahren die Schiffe regelmässig Touren auf der Havel, den Seen und Kanälen – lange zu warten braucht man nicht.

Die Rückfahrt gestaltet sich abwechslungsreich. Über den Schwielowsee geht es vorbei an Caputh und dann Richtung Potsdam. Überall wimmelt es von Segelbooten die das schöne Wetter für eine Ausfahrt nutzen. Am Sonnendeck entspannen wir bei Kaffee und Kuchen und sind uns sicher, nach Werder werden wir zurüückkehren.

Baumblüte in Werder

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Author: Deutschlandreise24

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