Rothenburg ob der Tauber

Deutschlandreise24

Für viele ausländische Touristen ist Rothenburg ob der Tauber ein typischer Flecken Deutschland. Die ganze Stadt wirkt wie ein einziges Museum mittelalterlicher Architektur und prägt für viele Besucher das Bild einer deutschen Stadt. Da die Stadt in Mittelfranken auf dem Programm fast eines jeden Deutschlandbesuch steht, wimmelt es nur so von Touristen. Überall sind Reisegruppen aus aller Herren Länder anzutreffen und dementsprechend sind Erklärungen und Preise in vielerlei Sprachen und Währungen angegeben. Wer ruhige Winkel bevorzugt, wird abseits der Hauptwege im Schatten der Stadtmauer suchen müssen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch von Rothenburg – für uns und für Sie. Wenn Sie durch die engen Gassen der Stadt spazieren, ist es wie eine Blättern in einem dicken Geschichtsbuch. Überall begegnet dem Gast auf Schritt und Tritt deutsche Geschichte.

Rathaus von Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg wird durch das weitgehend erhaltende mittelalterliche Stadtbild geprägt. Romantische Gassen mit Fachwerk- und Patrizierhäusern, die großartige gotische Jakobskirche mit ihren vom Bildersturm verschonten Kunstschätzen und die mit zahlreichen Türmen bewehrte Stadtmauer geben ein Bildnis vom Reichtum und der Bedeutsamkeit der ehemals freien Reichsstadt im Mittelalrter. Ebenso sehenswert sind aber auch die Renaissance-Bauten wie das Jakobs-Schulhaus und das prächtige Rathaus und zeigen die Übergang vom "dunklen" Mittelalter zum Humanismus des 16. Jahrhundert.

Unsere Tour beginnt am Rathaus, dass zu den schönsten und bedeutendsten Bauwerken der Stadt zählt. Wer genauer hinsieht, entdeckt zwei verschiedene Baustile. Das hintere Gebäude wurde im gotischen Stil, das Vordere im Renaissancestil errichtet. Wer genug Zeit mitgebracht hat, sollte das Rathaus nicht von außen bestaunen. Vor allem sehenswert ist der prächtige Kaisersaal aus dem 13. Jahrhundert. Hier wurde hoher Besuch empfangen, denn zwischen 1274 und 1802 besuchten an die 30 Kaiser die alte Reichsstadt. Wer den Aufstieg zum 60 Meter hohen Giebelturm nicht scheut, wird mit einem wunderschönen Ausblick über Rothenburg belohnt.

Die mächtige Jakobskirche mit ihren Türmen

Nicht unweit des Rathauses steht die mächtige Jakobskirche, deren Türme dem Besucher von Rothenburg schon von Weitem ins Auge fallen. 1311 begann man mit dem Bau der Kirche und kam letztendlich 1484, also nach über 170 Jahren, zum Abschluß. Sehenswert ist auf der Südseite eine in Stein gemeißelte Szene, mit Christus und den schlafenden Aposteln. bereits seit dem 14. Jahrhundert kamen viele Wallfahrer nach Rothenburg um den Heilig-Blut-Altar zu sehen. Steht man im Inneren der Kirche wird hier erst das wahre Ausmaß der Größe des Gebäudes erkennbar. Wenn die Sonne am frühen Vormittag durch die herrlich gestalteten Fenster strahlt, wird der Ostchor in ein wunderbares Licht getaucht.

Stadtmauer von Rothenburg ob der Tauber

Über das Reichsstadtmuseum geht es dann weiter bis zur Stadtmauer – und ja, so stellt man sich eine Stadtmauer vor. Das mächtige Bauwerk umschließt die ganze mittelalterliche Altstadt, gekrönt von in regelmässigen Abständen errichteten43  Türmen und Toren sowie überdachten Wehrgängen, die den Verteidigern Schutz vor Wind, Wetter und Feinden bieten sollten. Insgesamt hat die Stadtmauer eine Länger von 3,4 Kilometer und ist auf einer Länge von 2,5 Kilometer überdacht und begehbar. Wer die Strecke nicht scheut, erhält faszinierende Einblicke in das Stadtleben und kann zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt hautnah erleben. Immer wieder hat man einen schönen Blick in die schmalen Gassen mit ihren Fachwerkhäusern und die Gerlachschmiede in der Nähe des Rödertors ist eine echte Augenweide.

Ob Klingentor, Spitalbastei, Galgentor oder Rödertor, die mächtigen Bauwerke ziehen einen in ihren Bann und geben lebendiges Zeugnis ihrer ursprünglichen Funktion. Aber auch abseits der alten Burgmauer gibt es noch genug zu sehen. Das Kriminalmuseum ist das bedeutendste deutsche Rechtskundemuseum und bietet interessante Einblicke in das Rechtsgeschehen der letzten 1000 Jahre. Neben mittelalterlichen Gesetzestexten und Anleitungen zu Hexenprozessen, sind zahlreiche Folter- und Hinrichtungsinstrumente, Richtschwerter und Schandmasken zu sehen.

Röderturm in Rothenburg ob der Tauber

Schlendern Sie ruhig durch die schmalen Gässchen und bewundern Sie die kunstvoll geschmiedeten Ausleger der Wirtshäuser und Ladengeschäfte, die von der Tradition des jeweiligen Handwerks zeugen. In vielen Geschäften gibt es Souvenire zu erstehen, kleine Kostbarkeiten des Handwerks. Daneben laden aber auch das Deutsche Weihnachtsmuseum, das Handwerkerhaus, dass aus dem Alltagsleben der Handwerkerfamilien berichtet, sowie das Historiengewölbe mit Stadtverlies ein. Es gibt viel zu sehen, viel zu bestaunen und für ein stärkende Mahlzeit stehen viele Wirtshäuser und Restaurants Spalier.

Für Rothenburg ob der Tauber sollten Sie für eine Städtereise etwa einen Tag einplanen. Die Stadt ist hervorragend auf Touristen eingestellt und so gibt es zahlreiche Hotels jeglicher Preiskategorie. Lassen auch Sie sich von dieser faszinierenden Stadt verführen und gehen Sie ein paar Jahrhunderte zurück in der Geschichte. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert und kann als Reiseziel nur empfohlen werden.

Das Kriminalmuseum

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Author: Deutschlandreise24

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