Hechingen, Haigerloch und Burg Hohenzollern

Deutschlandreise24

Der erste Ausflug des neuen Jahres hat uns nach Hechingen geführt, genauer gesagt zur Burg Hohenzollern. Schon lange hatten wir es uns vorgenommen, ist sie doch nicht nur Stammsitz des Hauses Hohenzollern, sondern ist auch für ihre wunderbare Lage bekannt. Die Burg thront auf einem 350 m hohen Bergkegel und bietet eine tolle Aussicht auf die Schwäbische Alb umit dem oberen Neckartal.

Innenhof der Burg Hohenzollern

Die Türme und Zimmen ragen stolz in den Himmel empor und irgendwie erinnert es fast an eine Märchenwelt. Der Eintritt ist moderat und wir passieren die Zugbrücke nach der es anschließend spiralförmig die Auffahrt hinaufgeht.

Von der alten Zollerngrafenburg kann man heute jedoch nur noch die spätgotische Michaelskapelle aus dem Jahre 1461 besichtigen. Die Burg wie man sie jetzt sehen kann, stammt aus dem Jahre 1867. Und ja, wir können einen Besuch empfehlen. Wir schließen uns einer geführten Besichtigung an und erfahren zunächst vieles über den Stammbaum der Hohenzollern. Ein großer Teil der Burg ist auch heute noch im Besitz des Prinzen von Preußen. Zwar wohnt dieser in Berlin, hat aber ebenfalls eine eingerichtete Wohnung in der Burg – die man jedoch nicht besichtigen kann. Die Burg selbst ist sehr schön restauriert und in einem bemerkenswert guten Zustand. Besonders gefällt uns der Blaue Salon. In der Schatzkammer kann man die Königskrone bestaunen. Wer würde sie nicht mal gern aufsetzen?

Innensaal der Burg Hohenzollern

Nachdem wir die Burg besichtigt haben (man sollte schon einen Vormittag dafür einplanen) legen wir In Hechingen einen kleinen Zwischenstopp ein. Vor allem ist hier die Stiftskirche St. Jakobus, ein Prachtbau des Klassizismus zu empfehlen, den schon Dichterfürst Goethe lobte.

Innenstadt von Hechingen

Es gibt sicher noch viel mehr über die Geschichte der Hohenzollern zu erfahren, über das Schloss, die Villa Eugenia oder das Jagdschloss Lindich. Doch nach einem kurzen Altstadtbummel fahren wir weiter zur etwas abseits gelegenen Franziskaner Klosterkirche St. Luzern. Hinter der schlichten Fassade verbirgt sich ein opulent mit Stuckdekorationen ausgestatteter pompöser Kirchenraum.

Klosterkirche St. Luzern bei Hechingen

Nachdem wir das Kloster besichtigt haben, geht es am späten Nachmittag weiter Richtung Haigerloch. Schloss und Schlosskirche erheben sich malerisch über dem Tal der Eyach. Die im originalen Zustand befindlichen Innenräume des Schlosses können grundsätzlich besichtigt werden. In einem Teil der Gebäude befindet sich heute das Hotel Gastschloss Haigerloch. Für Reisende aus der Ferne ist das Hotel sicher als Herberge zu empfehlen.

Das Schloss von Haigerloch

Es geht einen steilen Weg hinunter zur Schlosskirche. In der Kirche St. Trinitatis gibt es einen schönen stuckatierten Innenraum zu sehen. Der Hochaltar aus dem Jahre 1609 (Spätrenaissance) wird von 60 Figuren geschmückt und sieht sehr imposant aus.

In Haigerloch erhebt sich an der höchsten Stelle der Oberstadt der Römerturm. Wer ihn besteigt hat einen sehr schönen Blick auf die malerische Schlossanlage. Kurz besichtigen wir noch die Wallfahrtskirche St. Anna. Vom Äußeren her schlicht, verbirgt sich ein im Spätbarock verzierter schöner Innenraum.

Es wird früher Abend und wir finden ein schönes Restaurant in der Altstadt von Haigerloch. Zugegeben, wir sind ziemlich erschöpft nach dem langen Tag, doch es hat sich gelohnt. Burg Hohenzollern, Hechingen und Haigerloch, wir können diese kurze Reise empfehlen.

Author: Deutschlandreise24

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